Fußball und Sonne für die Mädels
Tag des Mädchenfußballs in Hunnebrock
Bünde. Am Ende waren alle verschwitzt und platt, hatten aber ein Lächeln im Gesicht. Die acht Mädchenfußballmannschaften spielten drei Stunden auf dem Street-Soccer-Court auf dem Hunnebrocker Sportplatz. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband aus dem Kreis Herford hatte zum Tag des Mädchenfußballs eingeladen. Neben den acht D-Juniorinnen Teams kamen viele Zuschauer und rund 70 Teilnehmer legten das DFB-Fußballabzeichen ab.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Fußballabzeichens. An fünf Stationen mussten die großen und kleinen Teilnehmer ihre fußballerischen Qualitäten unter Beweis stellen. Es gab den Dribbelkünstler, das Kurzpass-Ass, den Kopfballkönig, den Flankengeber und den Elferkönig. Am Ende bekamen alle eine Urkunde und das Fußballabezichen in Bronze, Silber oder Gold. Dass über den ganzen Tag verteilt nur 70 Fußballer mitmachten enttäuschte Markus Bierbaum, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses und Organisator des Tages für den Mädchenfußball sichtlich. „Aber das lag am Wetter“, ist er sich sicher. „Es ist verdammt heiß, aber Spaß macht es trotzdem.“ Alle schwitzen und hielten sich möglichst im Schatten auf, am ende gingen alle Glücklich und Gesund nach Hause. Mit viel Aufwand hatte Bierbaum alles organisiert. Höhepunkt war der 20 mal 10 Meter große Soccer-Court und das Toptor.
Moderator Marcel Ta verschenkte noch 10 Eintrittskarten für die U20 WM der Frauen, die morgen in Bielefeld beginnt. Dafür mussten die Mädchen Fragen rund um den Frauenfußball beantworten.
Die D-Mädchen des Herforder SV gewannen schließlich das Soccer-Court Turnier. Nach acht Minuten Spielzeit stand es 5:5 gegen TuRa Löhne II, dann traf Herford in der Nachspielzeit zum GoldenGoal und sicherte sich den ersten Platz. Doch es gab nur Gewinner, alle acht Mannschaften bekamen Preise und Bälle geschenkt. Neben T-Shirts gab es kleine Fußbälle und alles was Mädchen zum kicken brauchen.
Nicht nur im Streetsoccer-Court brannte die Luft. Auch rundherum hatte Markus Bierbaum, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses und Organisator des Tages für den Mädchenfußball an alles gedacht. Während sich zwei Teams auf dem Platz tummelten, vergnügen sich die anderen sechs Mannschaften drumherum. Sie konnten das DFB-Fußballabzeichen erwerben, wenn sie die fußballerischen Übungen an den fünf Stationen absolvierten. Oder Lose für die Tombola kaufen, bei der es über 500 Preise zu gewinnen gab. Viele Besucher wollten den neuen WM-Ball gewinnen. Dafür mussten sie eine Karte ausfüllen, die dann per Gasballon in den Himmel geschickt wurde. Der Sieger wird ermittelt, wenn die Postkarten zurückgeschickt worden sind. Das U-20-WM-Büro aus Bielefeld verteilte Spielpläne und Informationen rund um die morgen beginnende U-20- Weltmeisterschaft.
In den Pausen bestaunten alle Gäste auf dem Hunnebrocker Sportplatz den Freestyle-Ballartisten Camill Hauser. Der 23-jährige Student aus Köln führte zahlreiche Tricks vor. Statt einer Torwand schossen die Fußballer(innen) auf ein Tor, dass mit Messfeldern belegt war. Hier kam es auf die genaue Platzierung des Torschusses an: Je platzierter er in die Ecken ging, desto mehr Punkte gab es. „Das ist interaktiv, realistisch, spannend, gesellig und vermittelt jedem Erfolgserlebnisse, denn alle treffen das Tor“, erklärt Wolfgang Vohl, der das elektronische Fußballtor betreut. Mit 270 Punkten war Andre Rosemeier zielsicherster Schütze des Tages.







